Donnerstag, 24. Juni 2010

Feuerquallen


Auf dem Weg nach Budelli


Das Mittagessen wird vorbereitet


Schöne Aussicht


Ich im weissen Shirt (dient als UV- und Quallenschutz)


Nochmal ich. : )


Die Situation gestern früh: endlich richtig gutes Wetter mit zwar immer noch kabbeliger See, dafür aber knallblauem Himmel und Aussicht auf mindestens 4 Kilometer Küstenschwimmen und der einen oder anderen Inselquerung. Tja, diese Aussicht blieb nur so lange, bis die gelbe Gruppe schmerzhafte Begegnungen mit Feuerquallen machte.
Kleiner Exkurs: Die gelbe Gruppe (ist die mit den langsamsten Schwimmern) geht immer als erste ins Wasser, nach ca 10 Minuten die Gruppe mit den pinkfarbenen Kappen (also meine) und nach weiteren zehn Minuten die ganz schnelle Truppe mit den orangenen Kappen. Das stellt halbwegs sicher, dass keine Gruppe zu lange auf eine andere warten muss. Aber natürlich überholt die schnelle Gruppe auf dem Weg zum jeweiligen Ziel die beiden anderen Gruppen.
Zurück zu den Feuerquallen: Keine zehn Minuten, nachdem die gelbe Gruppe im Wasser war, hatten alle fünf erste schmerzhafte Begegnungen mit Feuerquallen gemacht, kletterten ins Begleitboot und wurden zurück zum Strand gebracht. Die betroffenen Hautpartien waren stark gerötet und sahen aus wie überdimensionale Mückenstiche, nur dass die nicht rund waren, sondern eine Länge von bis zu zehn Zentimetern hatten und bis zu einem Zentimeter breit waren. Das eigentlich fiese ist aber wohl der explosionsartige Schmerz bei der Begegnung mit der Qualle und ein böses Stechen danach, das stundenlang anhalten kann.
Jedenfalls konnten wir den ersten Teil der geplanten Strecke nicht schwimmen, sondern mussten zunächst mit einer - allerdings sehr schönen - Bucht vorlieb nehmen, in der unsere Guides das Mittagessen vorbereiteten.
Während wir aßen, sondierten unsere Guides - vorsichtshalber in Neoprenanzuegen - die Lage. Ihrer Einschätzung nach konnten wir den zweiten Teil der Strecke schwimmen, sollten dabei aber auf Quallen achten, einige waren immer noch unterwegs. Wir starteten also: einige in Neoprenanzügen, alle aber mindestens mit UV-Shirts, die gegen Sonne und Quallen schützen. Das mulmige Gefuehl blieb aber, nicht zuletzt, weil wir doch ziemlich viele dieser Viecher zu sehen bekamen. Und leider wurden Anna und Hannah dann auch kurz vor Ende der Strecke von Quallen getroffen - und zwar jeweils mitten im Gesicht. Ihnen war anzusehen, wie schmerzhaft diese Begegnungen gewesen sein mussten. Anna trug sogar zwei Male auf der Wange davon, die wie Brandnarben aussehen. Abends waren beide aber zum Glück soweit wieder hergestellt, dass sie mit zum Abendessen kamen.

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