Montag, 18. August 2014
Sechs kalte Kilometer in Köln
Mitte Mai draußen schwimmen, auf einer Kölner Regattastrecke? Beim Swim & Run Cologne kann man das machen, auch als reines Schwimmevent über sechs oder über zwölf Kilometer. Erfahrungsgemäß ist das allerdings eine recht kühle Angelegenheit. Auch deshalb hatte ich mich diesmal nur für die sechs Kilometer angemeldet, allerdings wollte ich wieder ohne Neoprenanzug schwimmen. Dank der kürzeren Distanz und weil die 12km-Schwimmer gleichzeitig starteten, wusste ich vorher, dass ich nicht als eine der letzten aus dem Wasser kommen würde. Ich konnte also endlich einmal wieder anderen zusehen und sie anfeuern. Trainingspartnerin Ines zum Beispiel, die sich für die Langdistanz des Swim & Run gemeldet hatte, also 4 Kilometer schwimmen und einen Halbmarathon laufen wollte. Oder Matthias Kassner, der im vergangenen Jahr durch den Ärmelkanal geschwommen war und sich für diesen Sommer unter anderem die Fehmarnbeltquerung vorgenommen hatte. Er wollte in Köln die 12 Kilometer schwimmen.
Am Veranstaltungstag regnete es, und es war windig und kalt. Gute Trainingsbedingungen also für Matthias und die anderen Cologne12-Teilnehmer. Zu denen gehörten auch Mitglieder einer Staffel, die im September 2014 den Ärmelkanal durchqueren wollen. Für sie war dieses Event Teil der Vorbereitung auf ihre Saisonhighlights.
Das Schwimmen verlief unspektakulär. Die Strecke ist aber auch denkbar einfach: Es geht jeweils einen Kilometer die Regattastrecke hoch und einen wieder herunter. In die eine Richtung weisen Leinen mit Bojen den Weg, in die andere kann man sich auch gut am Ufer orientieren. An jedem Ende der Strecke war wie in den Vorjahren ein Verpflegungsponton eingerichtet. Dort gab es Bananen, Gels und kaltes (!) Wasser - nicht ganz ideal bei 15-16 Grad im Wasser und an der Luft. Allerdings hatten alle Cologne-Schwimmer dort auch wieder eigene Verpflegung deponieren können. Wer an warmen Tee gedacht hatte, war fein raus.
Ich machte mir diesmal weder einen Kopf über die Temperaturen noch über die Distanz. Allerdings wollte ich für meine Verhältnisse recht zügig schwimmen und nicht länger als 2 Stunden 12 Minuten unterwegs sein, also einen Schnitt von 22 Minuten pro Kilometer schaffen. Wohl wegen des kalten Windes fing ich dann doch früher an zu frieren als erwartet. Und Kälte macht langsam. Aber nach etwa vier Kilometern entdeckte ich Matthias vor mir an einem der Verpflegungspontons. Er ist normalerweise deutlich schneller als ich, schwamm hier aber die längere Strecke und ging alles etwas verhaltener an als sonst. Ich musste mich trotzdem anstrengen, um ihn nicht wieder aus den Augen zu verlieren. Aber das klappte und nach 2:07 Stunden war ich im Ziel. Für diese Wassertemperaturen und ohne Neo eine für mich durchaus ordentliche Zeit.
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Woo-hoo-hoo, was für Wassertemperaturen! Da fröstelt es mich schon beim Lesen. Und dann noch ohne Neo. Super Zeit, die Du da geschwommen bist. Und der Platz auf dem Treppchen steht Dir echt gut.
AntwortenLöschenDanke! Und ja, es war etwas frisch. Das Treppchen-Ergebnis wurde später korrigiert, demnach landete ich auf dem vierten Platz. Aber da alle anderen ohne Neo schwammen, hätte ich bei getrennter Wertung den ersten Platz gemacht. Foto passt also doch irgendwie. ;-)
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