Samstag, 23. Juli 2011

Fast ins Wasser gefallen: Das Förde-Crossing

Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Und tatsächlich hatten Ines und ich noch bis ca 30 Minuten vor dem Start darauf gehofft, dass wir die 3 Kilomter von Sönderhav in Dänemark nach Glücksburg schwimmen können. Aber Windstärke 6 und bis zu anderthalb Meter hohe Wellen ließen dem Veranstalter keine Wahl: Die Querung wurde zugunsten der Sicherheit aller Teilnehmer abgesagt, geschwommen sind wir stattdessen einen ca. 1.900 Meter langen Rundkurs vor Glücksburg.

Und auch der Rundkurs hatte es in sich: Den immerhin noch bis zu einem Meter hohe Wellen, dem starken Wind und nicht zuletzt den Tonnen von Quallen stellten sich nur wenig mehr als 300 der gemeldeten 450 Schwimmerinnen und Schwimmer. Und wenn ich vorher gewusst hätte, dass einige Feuerquallen auf uns warteten, hätt ich womöglich auch noch gekniffen. So aber zog ich meinen Neo an (war vom Veranstalter zwingend vorgeschrieben), schimpfte nur ein bisschen über den Landstart (Wasserstarts sind mir deutlich lieber) und überwand den Schreck über die Unmengen von Quallen recht schnell, als ich merkte, dass sie nicht wehtun, wenn ich sie - versehentlich - mit meinen Händen durchbohrte. Zu meinem Glück erfuhr ich erst viel später, bei der Siegerehrung, dass einige Teilnehmer im Gesicht von Feuerquallen (!) getroffen worden waren - und trotzdem weiterschwammen.

Das Schwimmen selbst machte trotzdem Spaß, obwohl ich zeitweise deutlich vom Kurs abkam - die Wellen und der Wind waren einfach zu stark und ich an den zusätzlich Auftrieb durch den Neo noch nicht wirklich gewöhnt. So kam Ines wieder einmal deutlich schneller ins Ziel. Dennoch bin ich mit meiner Zeit von 00:42:01 und Platzierung (62ste von 107) noch zufrieden.

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