


Ein Grad Celsius macht durchaus einen Unterschied - im Wasser jedenfalls. 20,2 hatte der Müggelsee heute beim 18. Internationalen Müggelseeschwimmen zu bieten - gut ein Grad mehr als der Starnberger See vor einer Woche. Ein strahlend blauer Himmel sorgte zusätzlich für Wärme von oben. Gute Bedingungen also, um die ca 3,5 Kilometer von der Seglergemeinschaft am Müggelschlösschenweg quer über den See zum Strandbad Rahnsdorf zu schwimmen.
Mehr als 200 Schwimmerinnen und Schwimmer machten sich heute auf den Weg. Statt mit einem Massenstart begann das Rennen aus dem Wasser heraus in fünf Wellen. Der Grund: Den Steg der gastgebenden Seglergemeinschaft dürfen nur jeweils 50 Menschen auf einmal betreten. Der Start klappte diesmal reibungslos und das Schwimmen machte Spaß - auch deshalb, weil ich immer andere Schwimmer in meiner Nähe sah und mich an den einen oder anderen auch eine Weile ranhängen konnte.
Zeiten sind relativ beim Freiwasserschwimmen. Das ist nix Neues und abhängig von vielen Faktoren, zu denen Wasser- und Lufttemperatur, Windstärke bzw -stille oder auch Strömungen gehören. Dass ich den Müggelsee heute aber gute fünf Minuten langsamer durchquert haben soll als
im vergangenen Jahr, wunderte mich doch. Zwei oder drei Minuten Unterschied können schon mal sein und ich war vor einem Jahr sicherlich etwas besser trainiert als jetzt. Aber gleich fünf Minuten langsamer? Eine stichprobenartiger Vergleich mit den Ergebnissen von 2010 zeigt jedoch, dass etliche Schwimmer mehrere Minuten langsamer waren als im vergangenen Jahr. Es gab diesmal einen anderen Zeitnehmer (Wechsel von Davengo zu Tollense), das könnte ein Grund für die Unterschiede sein. Das diesmal gut zwei Grad kältere Wasser ein anderer. Wer weiß.
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