Sonntag, 17. März 2013

Irgendwas ist ja immer

21 Wochen vor Zürich sah der Trainingsplan erneut 12 Kilometer vor, verteilt auf 4 Einheiten. Nichts Wildes also. Tatsächlich aber wurde es im Büro drei Mal so spät, dass an Schwimmen nicht mehr zu denken war. Und tagsüber gabs einfach keine ausreichend große Lücke, um mal eben ein paar Runden drehen zu können. Und am Freitagabend schwänzte ich das Training. Der Grund: Der VfL Wolfsburg und die Grizzly Adams spielten zeitgleich zum Training in Wolfsburg - und die Parkplätze des Badelandes liegen genau zwischen Fußball- und Eisstadion. Hin- und Wegkommen sind da quasi unmöglich.

Aber immerhin einmal schaffte ich es unter der Woche früh am Morgen ins Badeland. Blieb dann also noch das Wochenende und damit das SSE in Berlin. Während es dort gestern (Samstag) erstaunlich gut lief und ich auf 4km kam - obwohl zwei Bahnen für Technikkurse gesperrt waren und trotz der wohl auch deshalb recht vollen "schnellen" Bahn - wurde es heute eine eher nervige Angelegenheit. Auf der Bahn für "schnelle Schwimmer" tummelten sich 10 bis 12 Leute. Etwa die Hälfte schwamm nur Brust, weitere zwei oder drei wechselten alle 50 Meter von Kraul auf Brust oder von Brust auf Rücken. Und die reinen Brustschwimmer schwammen alle langsamer als ich. Zur Erinnerung: Wir befanden uns auf der Bahn für schnelle Schwimmer... Und ja, "schnell" ist relativ. Aber eins ist klar: Wenn ich die langsamste auf der Bahn bin (kommt ab und an vor) und merke, dass ich andere behindere oder selbst nicht mehr vernünftig schwimmen kann (weil ich ständig andere vorbeilassen muss), dann suche ich mir eine andere Bahn. Ganz einfach und eigentlich selbstverständlich.

Also: Eigentlich eine tolle Sache, so eine Bahn für schnelle Schwimmer. Doof nur, wenn dann die langsamen Brustschwimmer auch noch einen so ausladenden Beinschlag haben, dass ans Überholen gar nicht zu denken ist. So ein Brustschwimmer-Fußtritt kann in der Magengegend nämlich ziemlichen Schaden anrichten... Also hieß es: Hinterherschwimmen. Nur waren leider auch Brustschwimmer dabei, die beim Wenden gar nicht daran dachten, den von ihnen verursachten Stau auch mal wieder aufzulösen, indem sie einfach mal drei Sekunden warten, bis die schnelleren vorbeigezogen sind. Nun ja. Ich suchte mir also immer mal wieder eine andere Bahn (es war allerdings überall ziemlich voll) und kam auf immerhin 3,5km.

Das Highlight der Trainingswoche war dann aber jener Mann (mit Glatze), der heute im SSE seine Brusthaare föhnte und sich dabei versonnen im Spiegel ansah. : )

KW 11:
Gesamt: 10.300m (Soll: 12.000m)
Einheiten: 2.800m, 4.000m, 3.500m
Bäder: Badeland, SSE

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen