Es gibt Wichtigeres als die Vorbereitung auf das Zürichsee-Schwimmen. Dazu gehören für mich: natürlich und vor allem das familiäre Umfeld. Freunde. Mein Job... Aus gegebenem Anlass habe ich in den vergangenen Tagen ziemlich oft daran gedacht. Ganz sachlich. Ohne jedes Bedauern. Und dass ich so denke, finde ich sehr beruhigend.
Ich bin überzeugt davon, dass eine Anmeldung zum und die Vorbereitung auf das Zürichsee-Schwimmen oder ähnliche Marathonprojekte in anderen Sportarten für Leute wie mich (Breitenschwimmerin mit Vollzeit-Wunschjob und zwei Wohnsitzen) nur mit einer gewissen Fokussierung Sinn macht. Das bedeutet in meinem Fall: Die Schwimmerei nimmt seit Wochen spürbar mehr und mehr Raum ein, im Wasser und auch an Land. Mittlerweile sechs Trainingseinheiten pro Woche (und dadurch gestraffte Abläufe an Land), veränderte Lesegewohnheiten (mehr Gestöbere in Schwimmblogs, -foren, und -büchern, weniger "schöne" Literatur...) oder auch das wieder regelmäßigere Bloggen sind dafür Beispiele. Die Veränderungen sind spürbar, aber nicht (noch nicht?) dramatisch. Jedenfalls nichts im Vergleich zu Ärmelkanalschwimmern, die ihr Leben gern mal für zwei bis drei Jahre komplett umkrempeln. Da werden Jobs aufgegeben oder neue gesucht, die weniger zeitintensiv sind und/oder näher an Trainingsstätten, eine Beziehungsstatusänderung wird bewusst herbeigeführt oder billigend in Kauf genommen und das soziale Umfeld wird massiv reduziert. Krasse Beispiele, und trotzdem nicht ganz ungewöhnlich, wenn man den Berichten einiger Ärmelkanal- oder sonstiger Marathonschwimmer glauben darf.
Aber wie schon gesagt: Davon bin ich weit entfernt. :-)
KW 15:
Gesamt: 15.000m (Soll: 15.000m)
Einheiten: 2.900m, 2.900m, 3.000m, 3.000m, 3.200m (Soll: 5 x 3.000m)
Bäder: Badeland Wolfsburg
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